Ökostromversorgung durch qualitätsbewusste Ökostromanbieter

>In unserem Zeitalter hält der Nutzen erneuerbarer Energierträger eine zentrale Rolle im gesamten Stromversorgungskonzept inne. Die in ihrer ursprünglichen Form in der Natur anzutreffenden Energien der Naturelemente wie Sonne, Wind, Wasser oder Geothermie sind zweifellos für die Energieversorgung der Zukunft die leistungsstarke und klimatisch einzig vertretbare Lösung, deren Potential die unanfechtbare Alternative zu fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas ist. Ökostrom ist umweltgerechte Energie, das heißt, dieser Naturstrom wird einzig aus erneuerbaren Energiequellen generiert und in das vollständige Energieversorgungsystem eines Landes oder auch global integriert.

Ökoenergie aus rohstoffunabhängiger Energiegewinnung

Regenerative (erneuerbare) Energiequellen sind aufgrund ihres stetigen Vorhandenseins theoretisch unendlich nutzbar. Dies lässt sich am Beispiel der intensiven Nutzung von Solarenergie besonders gut verdeutlichen. Solarenergie wird für die technische Nutzung der Sonneneinstrahlungsenergie verwendet. Teilbereiche wie die Photovoltaik, die Solarthermie oder die Kraftwerktechnik für Sonnenwärme setzen verschiedene energieeffiziente Technologien ein, um höchstmögliche Quantitäten an sauberer Energie in die Gesamtstromversorgung einfließen zu lassen. Die in der Photovoltaik angewandte Energiegewinnung durch direkte Sonnenstrahlung über hochentwickelte Solarzellentechnologie findet sowohl dezentral als auch in gewaltigen Photovoltaikkraftwerken statt. Solarwärme wird in der Solarthermie (über Solarkollektoren für Gebäudeheizungstechnik) und Sonnenwäremkraftwerkstechnik genutzt.

Das Leistungspotential der Windenergie ist vielerorts ausbaufähig. Trotz der wetterbedingten Schwankungen in der Leistungsabgabe hat sich die Windenergie zu einem beachtlichen 20 % Anteil des gesamten Energieversorgungssystems für 2020 avanciert. Das vorhandene Flächenpotential bietet vielfältige Möglichkeiten für die Installation von modernen Windenergieanlagen, die bei effizienter Nutzung derzeit einen bedeutenden Teil des Weltenergiebedarfs decken können.

Natürlich zählt die Wasserkraft zu den regenerativen Energiequellen und bezieht sich auf die Umsetzung der kinetischen Energie des Wassers in mechanische und gleich darauf über einen Generator in elektrische Energie. Die an Staudämmen und Turbinen angegeliederten Wasserkraftwerke speisen dann die gewonnene elektrische Energie über ein integriertes Umspannwerk in ein Mittel- oder Hochspannungsnetz ein.

Schließlich kommt der Geothermie als Wärmestrom aus dem Erdinneren eine ganz spezielle Rolle sowohl bei der direkten Nutzung als Wärmequelle (Gebäudetechnik) als auch als Hauptkomponente in einem mit Kraft-Wärme-Kopplung wirtschaftenden Energieerzeugungswerk zu. Über geothermische Anlagen wird durch Mantelkovektion unterhalb der Erdkruste Wärme mit Hilfe von speziellen geothermischen Wärmeleitungen transportiert. Man spricht hier von einem vertikalen Wärmetransport. Langfristig ist die geothermische Energie durch innovative und praktisch anwendbare Technologien zur Gewinnung, Speicherung, Verteilung und Optimierung des Nutzungsgrades eine völlig rentable Energiequelle und könnte theoretisch den globalen Bedarf an Energie für tausende von Jahren decken.

Rohstoffabhängige Energieträger für Ökostromgewinnung

Auch der Teilbereich der Bioenergie spielt eine bedeutende Rolle in der energetischen und substantiellen Verwertung von Biomasse. Denn Biomasse findet in flüssigem, festem oder gasförmigem Zustand insbesondere für die Erzeugung von Wärme eine vielseitige Verwendung. Die Einbeziehung der großangelegten Energieproduktion durch biogene Brennstoffe hat diesen Energieträger zu einem wesentlichen Bestandteil umweltfreundlicher Energiegewinnung gemacht. Die CO2-Balance von Biomasse ergibt sich aus dem Ausgleich des durch die Photosynthese aufgenommenen CO2-Gehalts aus der Atmosphäre und der Wiederabgabe (Emittierung) derselben CO2-Menge während des Verbrennungsprozesses von Biomasse.

Klär-, Gruben- und Deponiegase sind stark methanhaltig und bieten sich zu einer effizienten Nutzung für die Erzeugung von Wärme und Strom an. Das im Prozess der Vergärung von organischer Materie entstehende Gas und seine Nutzung als biogener Brennstoff ist ein wichtiger ökologischer und wirtschaftlicher Bestandteil zur sinnvollen und umweltbewussten Energiegewinnung. Im Prinzip handelt es sich bei der Energiegewinnung durch Deponiegase um einen bewusst gestalteten Transformationsprozess, in welchem schädliche Gase in nutzbare Energie umgewandelt werden. Der Einsatz von Ressourcen wie Klär-, Deponie- oder Grubengas zählt zwar nicht direkt zur Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energiequellen, trägt jedoch substantiell zu einer positiven Entwicklung in Sachen Umweltschutz bei.

Ökostrom – Grundbaustein der Energiewende

Der durch Geothermie, Wasserkraft, Windkraft und Solartechnik generierte Strom aus erneuerbaren Energiequellen ist die Schlüsselkomponente des Ökostroms, zu denen ebenfalls Biomasse und Klärgas als nutzenbringende gekoppelte Energiekonzepte zählen. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern sind erneuerbare Energien zeitlich unbegrenzt nutzbar und verursachen dabei keine schädlichen Umwelteinflüsse. Die energietechnischen Entwicklungen haben die Nutzung erneuerbarer Energien in solch einem Grad vorangetrieben, dass die Gewinnung dieser Ressourcen und ihre Wirkungseffizienz stetig optimiert werden und die Nutzung ihres wahren und unerschöpflichen Potentials bereits in naher Zukunft dank der hohen Ausbauperspektive zu einer definitiv verbesserten Klimabilanz führen wird.

Neben der eskalierenden Umweltunverträglichkeit der Energiegewinnung mittels fossiler Energieträger spitzt sich die Unsicherheit in Sachen Atomenergie zu und bei vielen Verbrauchern lösen die Problematiken rund um das Thema Energieversorgung durch Kernenergie ein generelles Umdenken aus. Es gibt keinen plausiblen Grund mehr, den sinnvollen Einsatz von umweltfreundlichen Energien weiterhin zu verzögern und im Rahmen von Klimaschutzmaßnahmen effektiv zu implementieren. Denn die unbegrenzt verfügbaren Energiequellen sollten in naher Zukunft zu 100 % den Stromversorgungsbedarf weltweit decken können. Doch wir sprechen von reinen Ökostromangeboten. Wie aber ist der einfache Verbraucher in der Lage, die Qualität des Ökostroms einzuschätzen oder gar die Herkunft des von ihm benutzten Ökostroms nachzuverfolgen?

Garantiert echten Natur-Ökostrom erkennen

Der nationale Strommarkt unterzieht sich einer Wandlung und ist bereits seit einigen Jahren unter dem Zeichen der Energiewende auf eine radikale Umgestaltung des Strommarktes eingestellt. Die Liberalisierung des Strommarktes leitete die Ära der vielen Stromanbieter ein, mit zahlreichen kleineren dezentralen Energiegewinnungsanlagen, die selbst die Generierung von Strom im privaten Rahmen ermöglichen und zu Unabhängigkeitsverhältnissen von großkarätigen Stromerzeugern geführt haben. Viele der Direktvermarkter von Ökoenergie haben seit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG, eingeführt 2012) die verbreitete Einbeziehung erneuerbarer Energien in die existierenden Strommärkte ermöglicht. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sichert den Ökostromanbietern Einspeisevergütungen zu, deren Höhe nunmehr durch im Wettbewerb gehaltene Ausschreibungen festgelegt wird. Wie klimafreundlich sind aber die von Ökostromanbietern garantierten Ökoenergien?

Anfänglich empfiehlt es sich, beim Vergleich von Ökostromanbietern nach dem Gütesiegel als Nachweis für umweltfreundlichen, aus erneuerbaren Energiequellen generiertem Strom Ausschau zu halten. Die Ökostrom-Zertifizierung wird an all jene Ökostromanbieter verliehen, die von der Energiegewinnung bis hin zum Transport und der Verteilung an den Endverbraucher ihre Kunden mit Ökoenergie aus reinen regenerativen Energien umweltbewusst und effizient versorgen. Beispielsweise stimmen die alle strengen Kriterien erfüllenden Zertifizierungen Grüner Strom Label (Verbraucherzentrale, WWF, Öko-Institut) und ok-power Gütesiegel (Bund für Umwelt- und Naturschutz, Naturschutzbund Deutschland) mit den maßgebenden Anforderungen und Standards für zuverlässige und seriöse Ökostromanbieter überein.

Auf jeden Fall ist es ratsam, dass man sich rechtzeitig ausreichend Informationen zum Profil eines jeweiligen Ökostromanbieters einholt. Die Webseiten von ökologisch handelnden Unternehmen demonstrieren ihr gesellschaftliches Verantwortungsbewusssein und gewähren einen umfassenden Einblick in ihre umweltbewussten Methoden, und Vorangehensweisen zur umweltschonenden Stromversorgung und profilieren sich durch verstärktes Engagement für Investitionen in Klimaschutzprojekte und der Konstruktion von wirtschaftlich effizienteren Anlagen zur Ökoenergiegewinnung.

Eine vertrauenswürdige Orientierungshilfe bieten renommierte Vergleichsportale, auf denen potentielle Ökostrombezieher Fakten zu Daten, Stromversorgungskonzepte, Preise und Kapazitäten von Anbietern für Ökostrom erfahren. Ökostrom-Testsieger liefern ihren Verbrauchern reinen Natur-Ökostrom aus regenerativen Energiequellen, das heißt, die Einspeisung dieser Energien in das Stromnetz erfolgt ohne jegliche wirtschaftliche Interdependenz mit Energiekonzernen, die auch mit fossilen Energieträgern und Atomenergie in Stromproduktionssystem wirtschaften. Auch die Umbenennung von herkömmlichen Strom in reine ökologische Energie durch angekaufte Gütesiegel wird in jedem Fall negativ bewertet. Um besonders gut im Testvergleich für Anbieter von Ökoenergie abzuschneiden, wird die Förderung und Unterstützung von umweltfreundlichen Energieerzeugungsanlagen durch das Reinvestieren von Gewinnen in vielversprechende innovative Technologien positiv betont und bewertet, um durch Erneuerungen mit wahrer Energieeffizienz substantiell zur Verwirklichung der Energiewende beizutragen.

Es lohnt sich auf Natur-Ökostrom umzusteigen

Unter vielen Verbrauchern existiert noch immer das Vorurteil, dass grüner Strom im Vergleich zu herkömmlichem Strom teurer ist. Dies war noch vor einigen Jahren der Fall, doch heutzutage hat sich nicht nur der Kostenpunkt von ökologischem Strom zu Gunsten von Ökostromverbrauchern gewendet sondern er birgt zusätzlich besonders beeindruckende Sparmöglichkeiten. Naturstromverbrauchern eröffnen sich neue Möglichkeiten hinsichtlich eigener Stromgewinnung durch Installation von Photovoltaik Anlagen auf Dächern oder Grundstückarealen sowie umweltfreundlichen stromsparenden Nutzungsoptionen. Aktuell bedeutet dies, dass durch die Nutzung einer privaten Photovoltaik Anlage eine hohe Eigenstromversorgung erreicht und ein Spareffekt durch den senkenden Energiebedarf aus dem öffentlichen Netz von 30 bis 50 % erzielt werden kann. Ein solcher Haushalt verursacht bei umsichtigem Ökostomverbrauch keine CO2 Emissionen und kann sich seiner umweltschonenden Stromnutzung sicher sein und somit auf individueller Basis Nachhaltigkeit auf allen Ebenen praktizieren.

Umweltorganisationen wie Robin Wood observieren den Ökostrommarkt genau und sind deshalb in der Lage, Stromkunden den Wechsel zu angesehenen Ökostromanbietern zu empfehlen. Dadurch leisten diese Organisationen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Energiewende. Nutzer von Ökoenergie haben die Möglichkeit, auf Stromtarifrechner-Seiten kostenlos und umgehend die günstigsten Stromtarifoptionen von zertifizierten Ökoenergieanbietern zu vergleichen und eventuell zu kostengünstigeren Naturstromanbietern zu wechseln. Auch auf weitere wesentliche Aspekte für einwandfreie Ökostromangebote wie die Form der Einspeisung von Strom durch die Ökostromunternehmen werden von diesen Umweltorganisationen hingewiesen. Denn eine Ökostromeinspeisung kann auf zwei verschiedene Weise stattfinden. Bei einer mengengleichen Einspeisungwerden vom Anbieter die für das gesamte Jahr benötigte Mengen an Ökoenergie einspeist, so dass zu Spitzenbelastungszeiten auch Strom aus anderweitigen, unbekannten Quellen hinzugezogen werden kann. Eine zeitgleiche Einspeisung hingegen garantiert die Einspeisung der augenblicklich benötigten Menge an grüner Energie, was zu einem ständigen Nachfluss an umweltfreundlichem Strom führt.

Zu den empfehlenswerten Ökostromanbietern gehören zuverlässige Unternehmen wie die Elektrizitätswerke SchönauGreenpeace EnergyNaturstromLichtblick oder Branchenquereinsteiger wie die Handelskette Tchibo, die mit einer der umweltverträglichsten Formen erneuerbarer Energiegewinnung, der Wasserkraft, wirtschaftet.

Ökostrom-Perspektiven

Gerade in Entwicklungsländern sind die Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energiequellen immens und unter Berücksichtigung internationaler Gegebenheiten und regionaler Prioritäten können sich aus dem Einsatz regenerativer Energien Vorteile für signifikanten Verbesserungen der Lebensbedingungen der dortigen Bevölkerung ergeben.

Das Potential für eine saubere Ökostromproduktion ist omnipräsent und nur global gesehen können zukunftsorientierte Lösungskonzepte für klimafreundliche Energiegewinnung unseren Planeten schützen, soweit es in unserer Macht steht.